Valentinstag 2.0 mit Weinprobe

Am Valentinstag, dem Tag der Liebenden, Decke über den Kopf ziehen? Das muss doch nicht sein! Ich biete am Dienstag, 14. Februar, eine besondere Weinprobe an. Dann heißt es: Feiern oder vergessen! Für frisch oder schon etwas länger getrennte Menschen, die einen guten Tropfen auf die (neue) Freiheit genießen möchten,  gibt’s eine Weinprobe in Essen.

Valentinstag mit Überraschung

Die launige Weinprobe am 14. Februar beginnt um 19 Uhr. Sie findet statt bei Weinbegleiter Ruhr, Susanne Storck, in der Fürstäbtissinstraße 33, in 45355 Essen. Ich reiche insgesamt 8 Weiß- und Rotweine. Dazu gibt es Wasser, Brot zum Neutralisieren, Käsehäppchen, eine Weinliste und für jeden Teilnehmer eine kleine Überraschung. Die Teilnahme kostet 34,00 € pro Person.

10 Frauen und Männer können dabei sein. Also nicht lange überlegen!

Und wer sich nicht traut, kann mich natürlich auch an einem anderen Tag für eine Weinprobe buchen….

Anmeldungen und weitere Informationen unter 0172/6714577 und auf dieser Seite unter http://weinbegleiter-ruhr.de/Veranstaltung/fuer-getrennte/?instance_id=28.

Zwischen schön und eklig

Lieblingswein des Monats, Teil 3. Ich freue mich sehr, dass Herman van Veen Zeit für die Beantwortung meiner Fragen gefunden hat. Nun ja, bei ihm kann man das Nachschenken auch schon mal vergessen.

Herr van Veen, haben Sie einen Lieblingswein?

Sie tun mir einen großen Gefallen, wenn Sie mir einen erschwinglichen Sauvignon Blanc, Chablis, einen Spätburgunder oder Bordeaux aus dem Medoc einschenken. Zumindest, wenn die Farbe  klar, der Geruch ausgeglichen und der Geschmack charakteristisch ist. Die Wahrnehmung ist beim Weinverkosten meiner Ansicht nach immer persönlich: Was der eine schön findet, ist für den anderen eklig,

Bei welcher Gelegenheit genießen Sie dann einen Wein?

Wir schenken in unserem bescheidenen Restaurant und in der Bar auf dem Landgut Paltz (Nähe Utrecht Anm. der Autorin)  einen Grünen Silvaner, einen ruhigen Dornfelder und für besondere Anlässe einen spritzigen  Riesling-Sekt aus der Pfalz ein.  Weine aus Rheinland-Pfalz, der Region, nach der unsere Paltz, der Wald und Grund , wo wir leben und arbeiten, benannt ist.

Herman van Veen
und das Vergnügen

Wenn Sie bei uns ein Glas oder eine Flasche Wein kaufen, dann unterstützen Sie die  Herman van Veen Stiftung.  Worum es geht: ein freies, unverwechselbares und vielfältiges kulturelles  Programm für diejenigen, die es sehen wollen. Von jung bis alt, aus allen Bereichen des Lebens und Teilen der Welt.

Herr van Veen, wir wollen den Wein nicht vergessen…

Wein wirkt auf mich beruhigend. Den kann ich gut nach einem aufregenden Tag trinken, Die Farbe, die Bewegung im Glas, das ganze Vergnügen im Voraus. Und dann der Nachgeschmack. Viel kann ich allerdings nicht trinken,  dann empörte sich mein Magen. Schlechter Wein  stößt mir sauer auf, unangenehm.

Das wär’s. Ein fröhliches Weihnachtsfest.

Foto: Jesse Willems

Wildes zum Wochenende

Tür zu. Heizung an. Welt aussperren. Aber vorher unbedingt einkaufen!

Tina Quadt in ihrem Element.

Tina Quadt in ihrem Element.

Pünktlich zum bevorstehenden gemütlichen Wochenende tun sich Tina Quadt von Elly’s Island, und Weinbegleiter Ruhr wieder einmal zusammen in Sachen Wein und Speisen.

Die Chefin der Schule für entspanntes Kochen in Gescher kocht mit Lust und Leidenschaft. Und kreiert immer wieder verblüffende Rezepte, auf die man erst mal kommen muss. Diesmal zaubert sie ein ziemlich wildes Rezept aus der Kochmütze. (Die sie übrigens nicht trägt.)  Da wird gebraten und frittiert, da braucht’s Fleisch vom Wild und Gewürze wie Curry und Chili. Hui, das wird ein Spaß bei der Weinauswahl. Aber hier erst einmal das Rezept:

Feldsalat im Speckdressing mit „wilden Herbstrollen“

Zutaten für den Salat:
Feldsalat
Schalotten
Würfel von durchwachsenem Speck
1 EL Olivenöl
1 EL Nussöl
1 EL weißer Balsamico
Salz, Pfeffer
½ TL Zucker

Den Salat putzen. Speck in etwas Öl knusprig braten, Schalotten fein würfeln, zugeben und glasig dünsten. Öle und Essig zugeben, würzen. Dressing warmhalten. Warmes Dressing erst kurz vor dem Servieren mit dem Salat mischen.

Zutaten für die Herbstrollen
200 g  Fleisch vom Wild
2 Lauchzwiebeln
1 gelbe Paprika
1 El Rapsöl
1 Tl Currypulver
1 TL Chiliflocken
1 EL Sojasoße
2 Eiweiß
8 Frühlingsrollenblätter
700 ml Frittierfett
Fleisch, Lauch und Paprika fein schneiden und bei starker Hitze ca. 3 Minuten braten. Auskühlen lassen, würzen und mit 1 Eiweiß und Sojasoße vermengen. Je 1 Teigblatt auf die Arbeitsfläche legen, Eiweiß verquirlen und die Teigränder damit bestreichen. Füllung in eine Ecke des Blattes geben, Ecken überklappen, beide Seiten einklappen und aufrollen. Enden gut fest drücken. Frittierfett erhitzen und die Rollen einzeln darin ca. 1 Min. goldgelb ausbacken. Zum Salat servieren.

Feueralarm vermeiden

Hm, lecker. Und nun zum anderen Teil von Wein und Speisen. Bei dem Gericht schwingt sich zwar auf den ersten Biss das Fleisch vom Wild zur kräftigsten Komponente auf und auch die gebratenen Speckwürfel im Dressing neigen nicht zu dezenter Zurückhaltung. Aber die Gewürze Chili und Curry umgarnen doch sehr präsent das Gesamtpaket. Und deshalb Achtung bei der Weinauswahl: Alkohol wirkt ja als Geschmacksverstärker und bei alkoholstarken Kraftpaketen wirken Schärfe und Würze im Essen noch intensiver. Auch Säure und Bitterstoffe verstärken das Empfinden von Schärfe. Damit es im Mund nicht zum Feuer-Alarm kommt, empfehle ich beim Weißwein einen körperreichen, eher säuremilden Grauburgunder, dessen nussige und fruchtige Aromen passen. Auch ein im Barrique gereifter Chardonnay ist hier eine gute Wahl. Wer lieber zum Rotwein greift: Da passt  beispielsweise ein Primitivo, ein nicht zu kräftiger Zweigelt, ein Merlot oder auch ein Spätburgunder.

Abenteuer Wein und Speisen

Ich persönlich würde mich bei dieser Gelegenheit  auf einen Kontrast einlassen und einen mindestens halbtrockenen Weißwein entkorken. Ordentlich Restsüße und Schärfe können sich zu einem köstlichen aromatischen Spektakel zusammentun.

Und nun: Ran an die Töpfe und Flaschen und schönes Wochenende!

Weinlese an der Mosel – ein Winzer berichtet

Alles ganz anders in der Weinlese 2016. Dieser Satz beschreibt ziemlich genau, wie Winzermeister Peter Göbel  http://www.weingut-Goebel.de bisher den Herbst an der Mosel http://www.mosel.de/startseite erlebt hat. In dem schönen Ort Ediger-Eller, rund 20 Kilometer von Cochem entfernt, betreibt er ein Weingut mit 3 Hektar Rebfläche. Bei ihm begann die Weinlese bereits um den 20. September herum. In der kommenden Woche geht sie in seinen Weinbergen zu Ende. Und seine Erträge sind gering. Weinbegleiter Ruhr im Gespräch mit Peter Göbel:

Weinbegleiter Ruhr: Wie groß sind die Verluste?
Peter Göbel: Ich habe durchschnittlich nur ein Drittel der Ernte, die maximal möglich wäre.

Was bedeutet das in Zahlen ausgedrückt?
Ich habe 3 Hektar Weinberge, also 30.000 Quadratmeter. Ich darf 35.000 Liter Wein erzeugen, das ist im Weingesetz für unsere Region so festgelegt. Weil wir Qualität anstreben und Selbstvermarkter sind, beschränke ich mich von vornherein auf 25.000 Liter. Aber schon in den vergangenen zwei Jahren haben wir keine 20.000 Liter erreicht. Und in diesem Jahr ist es ganz schlimm, da liegen wir bei nur 12.000 Litern.

Der Riesling ist die wichtigste Rebsorte an der Mosel.

Weinlese: Der Riesling ist die wichtigste Rebsorte an der Mosel.

Was sind die Ursachen dafür?
Zum einen die Wetterkapriolen im Juli mit extrem hohen Niederschlägen und Wärme, das war fast tropisch. Dadurch breitete sich die Pilzkrankheit Peronospora stark aus, die viele Trauben zerstörte. So entstand die eine Hälfte des Schadens. Die andere Hälfte Verlust geht auf den sehr trockenen August und September zurück. Durch extrem hohe UV-Belastung mit Temperaturen bis 37 Grad wurden viele Trauben zerstört. Trockenheit sind wir ja gewohnt, aber es kam gar kein Regen. Die Riesling-Trauben sind sehr klein.

In anderen Weinbergen bzw. Regionen an der Mosel ist es nicht so? Warum?
Gegen Pilzkrankheiten werden Fungizide gespritzt. In den Steillagen mit Hubschrauber, in den Flachlagen machen das die Winzer mit Schmalspurschlepper selbst. Normalerweise wird alle 12 Tage gespritzt, in diesem Jahr haben nicht mal alle 6 bis 8 Tage gereicht. Wir hätten alle 5 Tage spritzen gehen müssen. Die Menge der eingesetzten Spritzmittel ist festgelegt und der erlaubte Rahmen hätte ausgereicht, wenn wir die richtigen, genauen Tage erwischt hätten.

Wie wirkt sich diese Weinlese aufs Geschäft aus?
Wir leben ja nicht von einem Jahrgang allein, sondern von den letzten 2 Jahrgängen, die waren aber auch geringer. Es wird sehr knapp werden, ich muss Trauben dazu kaufen von Kollegen. Aber die Kundschaft muss sich nicht sorgen.

Wird es spürbare Preiserhöhungen geben?
Das würde ich gerne machen. Ich werde die Preise moderat um 5 Prozent anpassen. Was die Situation entschärft: Moselbetriebe vermieten traditionell Ferienhäuser und Gästezimmer an Touristen. Unser Gästehaus ist beliebt und sehr gut ausgelastet. Das hat uns gerettet.

Vergeht Ihnen als Winzer in einer solchen Situation der Spaß am Beruf?
Nein, auf keinen Fall. Das ist zwar tragisch, aber wir leben ja mit der Natur, wir kennen solche Einschläge. Natürlich nicht in dieser Dimension.

http://weingut-goebel.de/

Neue Serie: Wein des Monats

Immer den gleichen Wein trinken? Ist doch schade in dieser Welt der schier unendlichen Möglichkeiten. Im Blog von Weinbegleiter Ruhr wird ab jetzt regelmäßig der „Wein des Monats“ vorgestellt. Und damit es nicht langweilig wird, rückt alle vier Wochen ein Zeitgenosse, der gerne Wein genießt, seinen Lieblingstropfen ins Rampenlicht. Auf die Vielfalt! Und auf persönliche Vorlieben, die andere womöglich zum genussvollen Ausprobieren anregen.

Den Auftakt macht Michael Kuhles, „Junior F&B Manager“ sowie Sommelier im Spa & Golf Resort Weimarer Land https://www.golfresort-weimarerland.de Hier, im thüringischen Blankenhain,  ist er Herr über 6400 Flaschen Wein und Schaumwein, verteilt auf rund 250 Positionen. Sein Credo: „Klasse statt Masse“. Kennengelernt habe ich den versierten und sympathischen Wein-Fachmann bei Veranstaltungen des Deutschen Weininstituts.  Es sei schwer, sich auf einen bestimmten Wein festzulegen, räumt der 30-Jährige ein. Aber er hat’s dennoch getan – für den Wein des Monats. Entdeckt hat er ihn am Mittelrhein. Das ist vor allem Riesling-Land.

Haben Sie einen Lieblingswein? Wenn ja, welchen? Wie heißt er, woher stammt er?

Einer meiner Lieblingsweine (zur Zeit) stammt von den steilen Hängen des Mittelrheintales. Kreiert vom renommierten Weingut Scheidgen aus Hammerstein präsentiert sich dieser 2015er Felsenspiel-Riesling, ein Profilwein der Mittelrhein-Riesling-Charta, von der Lage „Leutesdorfer Gartenlay“ (Deutscher Qualitätswein, trocken) sehr ausgewogen mit eine feinen Säure und angenehm zarter Restsüße.

Der 2015er Felsenspiel-Riesling.

Der 2015er Felsenspiel-Riesling.

Wie und wann haben Sie diesen Wein für sich entdeckt?
Bei einem Besuch des Weingut in diesem Jahr. Das war nach der Messe „Pro Wein“ in Düsseldorf. Ich fuhr danach durch das Weinanbaugebiet Mittelrhein. Eine Empfehlung führte mich nach Hammerstein.

Warum ist das Ihr Lieblingswein?
„Der perfekte Riesling für alle Fälle“ – So steht es auf der Flasche und ich finde, dieser Satz trifft es am besten! Der Wein ist eine Granate, er ist schön leicht und hat eine wunderbar dezente Säure. Zu leichten Fischgerichten und dezenten Vorspeisen ist er ein hervorragender Begleiter, oder auch „nur“ Solo ganz wunderbar.

Beauty trifft Wein im Friseursalon

„Beauty trifft Wein“: Diese Kombination funktioniert prächtig. Salon Lora Hairstyle http://www.salon-lora.de und Weinbegleiter Ruhr verwöhnten rund 30 Gäste im Salon an der Boverstraße 50 in Mülheim an der Ruhr. Die überwiegend weiblichen Besucher konnten einen Sommerabend genießen, an dem es die versierten Friseurinnen nicht bei  theoretischen Tipps beließen. Weiterlesen

Genuss mit Wein und Speisen

Um Wein und Speisen geht es, wenn „Weinbegleiter Ruhr“ am Samstag, 21. Mai, vor „Elly’s Island“ anlegt. Tina Quadt ist Inhaberin der Schule für entspanntes Kochen in Gescher im Münsterland. Bei der Genuss-Verkostung mit Live-Musik und Whisky tischt Tina Beef, Schokolade und andere Köstlickkeiten auf. Weinbegleiter Ruhr reicht dazu passende Weine. Beispielsweise zu weißer Schokolade, die mit einem lieblichen oder süßen Weißwein harmoniert. Beim ungezwungenen Walking Act können Teilnehmer in entspannter Atmosphäre probieren.

Wunsch nach festem Standort

Die gelernte Verwaltungsfachangestellte Tina Quadt hat vor Jahren ihren Beruf an den Nagel gehängt, war zunächst Kursleiterin und wurde als Mietkoch gebucht, zum Beispiel von Firmen und bei Messen.

Tina Quadt, Chefin von "Elly's Island". Fotos (2): Jürgen Ebbing Rippelmarken

Tina Quadt. Fotos:  J. Ebbing Rippelmarken

„Ich war immer unterwegs, wusste nie, was mich erwartet“, erinnert sich die 47-Jährige. Mit der Zeit wuchs der Wunsch nach einem festen Standort. Vor 2 Jahren gründete sie dann Elly’s Island in ihrer Heimatstadt Gescher. „Das habe ich nie bereut“, sagt Tina Quadt, verheiratet und Mutter von 3 Kindern. Sie kriegt alles unter einen Hut, „da muss man Nerven haben“.

Erotik-Food und Countryküche

Vor allem die „künstlerische Eingebung“ reizt Tina Quadt bei ihrer Arbeit. Sie koche zum Beispiel gerne nach Farben. Blumen inspirieren sie. Und zwar zu Kursen wie „Countryküche“ oder „Erotik-Food“, bei dem ein „5-Gänge-Menü mit stimulierenden Zutaten“ bereitet wird.  Die Angebote von „Elly’s Island“ sind so bunt wie das Leben.