Wirsing und Wein zum Kichern

Mit Wirsing und Wein zum Kichern starten wir gut gelaunt ins neue Jahr: Unser erster 2020er-Tipp für „Wein & Speise“ führt in mediterrane Gefilde. In die Sonne träumen mit Wintergemüse und Bandnudeln.  „Die Wirsingsoße ist eine recht leichte Soße und kommt aus der zurzeit hippen Levante-Küche“, sagt Event-Köchin Elly von Elly’s Island in Gescher. „Eine Küche, die sich aus dem östlichen Mittelmeer von Tel-Aviv auf in die Welt gemacht hat – ein Schmelztiegel von kulinarischen Spins stammen aus der Levante – also Israel, Syrien, Jordanien und dem Libanon.“ Vielen noch fremd, aber köstlich.

Beim Wein bleiben wir einfach in der Region, das passt perfekt. Schmurgelnder Wirsing, Kichererbsen und Pasta stimmen Säure im Wein milde. Deshalb darf’s ein frischer, trockener bis halbtrockener Weißwein sein. Zum Beispiel eine Cuvée aus Sauvignon Blanc, Viognier und Muscat von den Golanhöhen. Oder ein fruchtiger Rosé aus der Rebsorte Shiraz (Syrah) aus derselben Region.

Israel, wo nach wie vor gut 95 Prozent der Weine koscher produziert werden unter Aufsicht eines Rabbiners, wartet mit einer spannenden Weinszene auf; bei den „Roten“ dominieren durchaus klassische Bordeaux-Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot. Eine Besonderheit sind reinsortige Rotweine aus der Rebsorte Carignan, die man eher als Verschnittpartner aus Südfrankreich kennt.

Wer nun spontan schnabulieren möchte und keine Zeit für das Aufstöbern von Weinen aus der Levante im Fachhandel hat, kann auf andere Weine aus dem Mittelmeerraum zurückgreifen, zum Beispiel einen Grillo aus Sizilien. Oder einen Rosé aus dem südfranzösischen Languedoc.

Und nun ran an Töpfe und Gläser!

Bandnudeln mit Wirsing und Kichererbsen

300 g Wirsing
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
1 TL Chiliflocken
400 g Kichererbsen aus der Dose
200 ml Kochwasser von den Nudeln
2 EL Tahin (Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern)
1-2 Zehen Knoblauch
1 Zitrone Saft ausgepresst
1 TL Meersalz
1 TL Zitronenzesten
1/2 TL Fenchelsamen

Bandnudeln

Wirsing in feine Streifen schneiden, Zwiebel fein hacken. Öl in eine heiße Pfanne geben, Zwiebeln bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig dünsten. Wirsing und Chiliflocken hinzugeben und etwa 6 Minuten schmoren. Ab und zu umrühren.
Bandnudeln nach Packungs-Anweisung in reichlich gesalzenem Wasser kochen.

Für die Sauce alle Zutaten in einen Mixer geben und fein pürieren.

Elly’s selbstgemachte Bandnudeln. Foto: privat

Sauce zum Gemüse geben und mit 100 ml Kochwasser der Tagliatelle aufgießen und aufkochen. Anschließend bei niedriger Hitze 5 Minuten köcheln lassen. Pasta abgießen und sofort in die Pfanne geben und mit dem Gemüse und der Sauce vermengen. Mit Parmesan und etwas Zitronenabrieb bestreuen.

Elly macht die Nudeln natürlich selbst. Hier ihr Rezept:
400 g Mehl (Type 405; also klassisches Weizenmehl))
4 EL kaltes Wasser
4 Eier
Nudelmaschine

Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken, Wasser und Eier in die Mulde geben, mit dem Löffel etwas verrühren. Mit leicht angefeuchteten Händen zu einem glatten Teig verkneten.

Nudelmaschinenwalze und Arbeitsplatte leicht bemehlen und auf größter Stufe durch die Maschine ziehen, Stufen immer enger stellen, bis eine dünne Nudelplatte entstanden ist. Diese dann durch den Bandnudel-Aufsatz schicken – und fertig!

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Gänsebraten mit Spezialfüllung zum Fest

Gänsebraten mit Spezialfüllung: Mit diesem Rezept begeistert uns Eventköchin Elly von Elly’s Island im Dezember. „Wein & Speise“ an den Festtagen ist anders als sonst. Die Chefin der Schule für entspanntes Kochen lässt sich in die Karten schauen. „Elly persönlich“ sozusagen. Elly, verheiratet und Mutter von 3 Kindern, verrät uns ihr privates Weihnachtsmenü. Dafür stellt sie sich Heiligabend schon morgens in die Küche. Klingt erst mal nach Stress, ist aber überhaupt keiner, wie Elly betont. Zur Gans gibt’s ihren Lieblingswein.
Hier wird aufgetischt:

Eventköchin Elly.

Weinbegleiter Ruhr: Was kommt Weihnachten bei euch zuhause auf den Tisch?
Elly: Ein klassisches Weihnachtsmenü, das ich immer mit den Kindern zusammen koche. Wir starten mit einer Suppe, die in unserer Familie Sternchensuppe heißt. Das ist eine Rinderkraftbrühe, mit selbst ausgekochten Knochen natürlich. Die Kinder stechen Gemüse in Sternchenform mit einem kleinen Keksausstecher aus, typisches Suppengemüse wie Möhren, Sellerie und Kartoffeln. Manchmal nehmen wir auch Rote Beete, weil das schön aussieht. Und dann kommen kleine Sternchennudeln mit rein sowie klein gewürfeltes Fleisch, aber nicht zu viel, sonst wird die Vorspeise zu üppig.

Kommen wir zum Hauptgang….
Elly: ….eine gefüllte Weihnachtsgans mit Zimtsoße, Spätzle und Rotkohl.

Womit ist der Gänsebraten gefüllt?
Elly: Da sind drin Nüsse, Äpfel, Orangen, Kartoffeln, die ich schon vorher koche, Zwiebeln, ein bisschen ausgelassener Speck und die klein gewürfelte Leber der Gans.

Gekochte Kartoffeln?
Elly: Da hat man automatisch eine Beilage, wenn man das mag. Meine Kinder mögen das nicht, weil die Leber der Gans mit drin ist. Deshalb mache ich für die Kinder Spätzle.
Man füllt eine Gans ja eigentlich nur deshalb, damit sie nicht austrocknet. Wer keine Zeit für eine Füllung hat oder das nicht mag, der kann auch einfach eine dicke Wasserflasche in die Gans stopfen. Hat denselben Effekt wie eine Füllung.

Wo kaufst du die Gans?
Elly: Die kommt aus dem Münsterland von einem Bio-Bauernhof, der das Federvieh an einen Metzger verkauft. Beim Metzger muss man ganz früh, ein halbes Jahr vorher, bestellen. Beim Bio-Bauern ist das keine Massentierhaltung, es gibt nur ein paar Gänse. Und die sind dementsprechend teuer, 4 bis viereinhalb Kilo um die 70 Euro. Aber gut gehalten, nicht gemästet, freilaufend, die kann man sich auch angucken. Ich finde, wer Fleisch isst, sollte sich die Tierhaltung auch mal angucken. Unsere Kinder wissen dann, wo die Gans herkommt und dass sie gut gelebt hat.

Gänsebraten schmurgelt 8 Stunden im Backofen

Wow! Das war der 2018er Gänsebraten.

Wie lange kommt die Gans in den Backofen?
Elly: Ich mach’s mir einfach, deshalb fangen wir auch schon morgens an. Nach dem Befüllen wird die Gans mit Salzwasser und Wildpreiselbeeren eingerieben. Die Flügel werden mit Garn am Körper der Gans festgebunden; wenn sie abstehen, verbrennen sie schnell. Dann noch das grobe Fett entfernen und an den Schenkeln einstechen. Dann geht die 4,5-Kilo-Gans bei 80 Grad für 8 Stunden in den Ofen. Und ich habe nix mehr damit zu tun (lacht). Nach 8 Stunden ist die Gans schön saftig. Dann begieße ich sie und drehe die Temperatur hoch, damit sie eine schöne knusprige Haut bekommt.

Wenn danach noch etwas geht, was gibt’s zum Dessert?
Elly: Zimtparfait, Waldfruchtsorbet und Mousse au Chocolat, damit für jeden was dabei ist.

Alles selbst gemacht?
Elly: Ja, klar!

Doofe Frage…
Welche Getränke reichst du dazu?
Elly: Für unsere Kinder gibt es besonders schöne Gläser, damit sie mit anstoßen können. Ohne Alkohol, versteht sich. Ganz witzig bei unsrem Jüngsten (8): Er mag keine Säfte und andere Fruchtgetränke. Aber Wasser. Je doller es sprudelt, um so besser. Mit einer Zitronen – oder Gurkenscheibe drin, findet er das ganz toll. Die Mädchen (13,16) mögen Ginger Ale oder Limo nach Wunsch, die es so sonst nicht gibt.
Mit meinem Mann stoße ich vor dem Essen mit einem Gläschen Champagner an. Ich habe keine besondere Sorte, die ich bevorzuge. Zum Hauptgang gibt es immer einen schönen Rotwein, da mögen wir einen Südtiroler Lagrein. Der ist kräftig, trocken und hat eine schöne Frucht. Wie mögen den Ausbau im Barrique nicht so. Beim Dessert bleiben wir bei unserem Wein – und fertig.

Du kochst das ganz Jahr über als Profi, privat ist dir offensichtlich der Spaß daran nicht vergangen.
Elly: Ja, das ist für mich Entspannungs-Kochen. Sonntags, wenn Elly’s Island geschlossen ist, sagt mein Mann: ‚Jetzt hast du die Woche über so viel gekocht, komm, lass uns was bestellen.‘ ‚Nee‘, sage ich dann, ‚lass uns einfach nur ein Entspannungs-Kochen machen für uns.‘ Dann bin ich in der Küche, mache Musik an und es gibt ein Glas Wein dazu. Dann koche ich ausgefallen, aber nur für uns. Das genieße ich und das ist Entspannung pur.

Ein Tipp von der Fachfrau: Wie lässt sich Stress bei der Vorbereitung des Weihnachts-Essens vermeiden?
Elly: Man sollte einfach gucken, was man will. Wenn jemand total gerne kocht, so wie ich, der freut sich ja auf so ein besonderes Festmenü. Aber wer das nicht gerne macht, wird das nicht gut finden.
Bei uns zuhause war es zum Beispiel so: Meine Mutter, voll berufstätig, mit drei Kindern, hat immer Kartoffelsalat mit Würstchen gemacht. Das war auch toll. Wir freuten uns darauf, weil es das immer nur Weihnachten gab.
Also jeder sollte für sich entscheiden, ob es aufwändig sein soll oder nicht. Es darf nur nicht in Stress ausarten. Wenn man ein Festmenü haben möchte, aber einem das nur Stress bereiten würde, geht man zu einem guten Caterer, der alles vorbereitet und liefert.

Was wünscht du dir für 2020?
Elly: Dass meine Vorweihnachtszeit mal besinnlich wird. Das ist für mich immer die größte Stress-Zeit. Und ich glaube, das schleppe ich auch so ein bisschen mit nach Hause.
Ich lege meine Kurse und Events so, dass der 20.12. mein letzter Arbeitstag ist. Und dann fängt am 21.12., mein Geburtstag, Weihnachten an und ich kann alles zur Ruhe bringen.
Ich würde die Adventszeit gerne mal entspannter hinkriegen. Aber ich glaube, das geht nicht… (lacht)

 

Ob Gänsebraten & Lagrein oder andere Köstlichkeiten: Lust auf weitere Beratung zum Thema Wein & Speise? Nehmen Sie Kontakt zu mir auf für individuelle Wein-Empfehlungen. Ich freue mich!

Kartoffelauflauf – kräftig, deftig wie bei Oma

Kartoffelauflauf  mit Mettwürstchen – mit diesem Gericht bieten wir dem November Paroli! Chefköchin Elly von Elly’s Island in Gescher hat für „Wein & Speise“ ein Rezept ausgewählt, „so, wie es Oma und Mama immer gemacht haben. Da Oma immer ganz tolle Würstchen aus Berlin vom Schlachter hatte, nehme ich ganz tolle Würstchen vom Hof Keil in Reken.“ Elly’s Auflauf  hat Tortenform . Außerdem hat sie das Gericht mit Äpfeln verfeinert – „schmeckt auch super“.

Beim Wein passt vieles. Da kann man Vorlieben ausspielen. Kartoffeln fangen sehr schön die Säure in einem Wein auf. Die Stärke in den Knollen wirkt wie ein Puffer. Diesen geschmeidigen Effekt erzeugen auch andere Beilagen wie Reis und Pasta. Hier macht ein saftiger Kerner durchaus eine gute Figur. Seine feinfruchtigen Aromen erinnern an Birne, grüner Apfel, Orange und hin und wieder an einen dezenten Muskatton. Er hält auch die geräucherten, kräftigen Mettwürste in Schach.

Wer es weniger knackig mag, kann zu einem gehaltvollen Chardonnay greifen, zu einem kräftigen fränkischen Silvaner oder zu meinem geliebten Roten Silvaner.
Beim Rotwein favorisiere ich einen fruchtigen Pinot Noir, einen mittelkräftigen Dornfelder oder einen Zweigelt. Kräftige, im Barrique gereifte Rote sehe ich hier nicht geeignet, sie wären zu wuchtig.

Und nun ran an Auflaufform und Gläser!

Kartoffelauflauf – ganz einfach!

2 geräucherte Mettwürstchen
3 Zwiebeln
1 ½ kg mehligkochende Kartoffeln
100 ml Butter-Rapsöl
2 EL gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
Muskatnuss frisch gerieben (ein Muss)
Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Mettwurst in Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen und würfeln. Kartoffeln schälen und auf der Reibe fein reiben, durch ein Tuch drücken, so dass die Flüssigkeit ablaufen kann. 3-4 EL Rapsöl in einem Bräter erhitzen, Mettwurst und Zwiebeln darin anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind. Kartoffeln und Petersilie untermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen. Die Kartoffelmasse im Bräter glatt verstreichen und das restliche Öl darüber verteilen. Im Backofen ca. 50 Minuten garen, bis sich eine gleichmäßig braune Kruste gebildet hat. Schon fertig!

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Pilze treffen Wein: Herbstliches bei „Wein & Speise“

Pilze und Herbst – das gehört zusammen wie Weihnachten und Gänsebraten. Für „Wein & Speise“ im Oktober brockt uns Elly wieder mal ein ganz besonderes Süppchen ein. Ihr Motto: „Auf nach Japan!“ Die Austauschschülerin Hinako, die aus dem Land des Lächelns bei Elly in Gescher zu Besuch war, hat die Chefköchin von Elly’s Island zur japanischen Shiitake-Suppe inspiriert.

Helle Sojasoße gibt den Pfiff

Chefköchin Elly.

Dazu Elly: „Die Japaner kochen alles pur mit wenig Gewürzen. Auch die Sojasoße in dem Rezept ist etwas ganz Besonderes. Sie stammt aus der Präfektur Akita, wo unsere Hinako lebt, und wird auch nur dort angebaut und hergestellt. Erst diese Soße macht das Gericht authentisch.“
Diese spezielle Soße ist für die Präfektur Akita so typisch wie der Riesling für die Mosel. Letzteren gibt’s zum Glück überall, die Sojasoße nicht. Kein Problem, sagt Elly, „man kann auf eine helle Sorte ausweichen. Gibt’s im gut sortierten Supermarkt.“

Roter Veltliner zur Suppe

Bei der Weinauswahl konzentriere ich mich auf die kräftigsten Komponenten der Suppe: Pilze, Sojasoße und Rindersteak-Streifen. Hier spielt der sogenannte fünfte Geschmackssinn „Umami“ eine große Rolle. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte ein japanischer Wissenschaftler dieses geschmacksverstärkende Salz. Es ist in proteinhaltiger Nahrung wie Fleisch und Pilzen enthalten und wirkt herzhaft, fleischig, würzig.
Hier passt ein Weißwein, der gleichermaßen ausdrucksstark und ausgewogen ist und in den kräftigen, unterschiedlichen Aromen der Suppe nicht untergeht. Mein Favorit: ein Roter Veltliner. Die alte, inzwischen sehr seltene Rebsorte wird vor allem in Niederösterreich angebaut und hat mit dem Grünen Veltliner nix zu tun. Gut gemacht, betört der Rote Veltliner mit Aromen reifer Früchte, die an Birne und Orange erinnern, mit milder Säure und feiner Cremigkeit am Gaumen. Ein feiner Partner zur Shiitake-Suppe.
Ein weiterer möglicher Speise-Begleiter könnte hier ein Riesling mit ordentlich Fruchtsüße sein, die durch Umami gemildert wird. Der Wein wirkt trockener als er tatsächlich ist und glänzt mit seinen fruchtigen Noten.

Japanische Shiitake-Suppe

4-5 Shiitake
Elly: „Man isst nur den Hut ist, der Stiel ist zäh. Er gehört zu den Champignons und ist somit ein Zuchtpilz. Er hat besonders viel Vitamin B und Kupfer. In Japan wird er daher als Heilmittel bei Entzündungen und Darmbeschwerden eingesetzt. Ansonsten ist er einfach nur lecker!“

½ Stange Lauch (nur das Weiße)
1-2 Möhren
Bohnen-Sprossen
3 EL brauner Zucker
150 ml Weißwein
250 ml Sojasoße
300 ml Rindfleischbrühe (selbst aus Knochen gezogen)
Pfeffer frisch aus der Mühle
pro Person 1 Wachtel-Ei (sehr frisch)
Rindersteakstreifen sehr dünn (am besten Rumpsteak vom Bullen)
Elly: „Das Fleisch sollte gut marmoriert sein, dies ist nur bei Weiderind der Fall. Ich besorge mein Fleisch auf dem Hof Keil. Dort wachsen glückliche, freilaufende Rinder auf, die selbst entscheiden können, ob sie es muckelig im Stall haben wollen (mit Massagebürsten und Hufbad!) oder lieber durch die geschützten Wiesen streifen.“
Miso-Kresse zum Verzieren
Elly: „Miso-Kresse ist anders als herkömmliche Kresse. Sie ist deutlich schärfer. Wer das nicht mag, nimmt normale Kresse oder Schnittlauch.“

Miso-Kresse zum Verzieren

Pilze putzen, Stiel entfernen (Shiitakestiele sind nicht essbar). Pilze je nach Größe vierteln oder achteln. Lauch in sehr feine Streifen, Möhren in sehr dünne schräge Scheiben schneiden. Alles zusammen in etwas Fett glasig dünsten. Alle Zutaten für die Suppe mischen und aufkochen. Fleisch in sehr feine Scheiben schneiden. Suppe heiß in Schälchen füllen, Gemüse und rohes Fleisch hineingeben, das rohe Ei hineingleiten lassen und verrühren. Mit Miso-Kresse dekorieren.

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Fisch und Wein: September mit Wein & Speise

Fisch und Wein ist das Thema bei „Wein & Speise“ im September. Wir machen „Butter bei die Fische“, und das ist wörtlich gemeint. Elly hat sich dafür wieder etwas Besonderes ausgedacht. Die Chefköchin von Elly’s Island, Schule für entspanntes Kochen in Gescher, vereint einen edlen, gebratenen Barsch mit einer selbstgemachten Sonnenblumen-Butter. Klingt nach verlängertem Spätsommer im Frühherbst. Wunderbar!
Was wir auf den Teller bekommen: Juwelenbarsch. Er ist nicht nur wegen seiner imposanten leuchtend roten Farbe ein toller Hecht. Der edle Fisch punktet mit festem, weißen Fleisch und eignet sich hervorragend zum Braten und Grillen.

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Schlemmen vom Feinsten in Südtirol

Südtirol  – hört Elly dieses Wort, gerät sie aus dem Häuschen. Und ich mit! Ihre Kurse zur Küche in Südtirol sind immer ratzfatz ausgebucht. Das ist eine nicht nur landschaftlich wunderschöne Region. Sie ist berühmt für ihre Apfel-Plantagen und natürlich ihren Wein. Im alpin-mediterranen Klima zaubern Winzern eine ganz einzigartige Wein-Stilistik.
Beim Tipp für „Wein und Speise“ im August  hat sich die Chefin von Elly’s Island, Schule für entspanntes Kochen, für ein „Amarettini-Parfait auf Kompott vom Südtiroler Alpapfel“ entschieden. „Das Rezept stammt von einem meiner Lieblingsköche aus dem Genießerland schlechthin“, schwärmt Elly.

Geschützte Äpfel

Alpapfel? Das ist ein Oberbegriff für Südtiroler Apfelsorten. Etliche sind mit dem EU-Gütesiegel g.g.A. (geschützte geografische Angabe) als regionale Spezialität geschützt. „Äpfel aus Südtirol erkennt man am aufgeklebten Logo, auf dem ein Marienkäfer abgebildet ist“, erklärt Elly. „Dann hat man einen ,echten‘. Das merkt man aber auch am Geschmack.“ Im Amarettini-Parfait ist Zimt drin. „Manch einer mag sich darüber vielleicht wundern. Bei uns ist Zimt leider ein Weihnachts-Gewürz. Auf der ganzen Welt aber, selbst in unseren Nachbarländern, wird Zimt das ganze Jahr über verwendet. Wer es nicht mag, kann es weglassen, wenn auch ungern“, sagt Elly.

 

Kommen wir zur Wein-Empfehlung. Ich entscheide mich für die Kombination der Speise mit landestypischen Weinen aus der Region. Das funktioniert immer!

Zu diesem Dessert passt perfekt ein Süßwein, zum Beispiel ein Goldmuskateller mit feiner Muskat- und Zitrusnote sowie einem Hauch Orangenblüten. Diese Aromen fangen das Parfait wunderbar ein. Ein bisschen cremig und  ein geschmeidiger Éindruck am Gaumen.
Das Ganze geht auch in Rot: Mit einem Rosenmuskateller, der mit dem Duft nach Rosen angenehm verwirrt.
Wer kein Freund von Dessert-Weinen ist, die immer süßer als der Nachtisch sein sollten: Ein Rosé-Schaumwein mit feiner Perlage und fruchtigen Noten macht auch Freude: Restzucker ist dabei wichtig, also mindestens brut, eher extra trocken.

Das wird ein Gaumenschmaus! „Bun pró! Wie man Landinisch in Südtirol sagt. Guten Appetit!

Amarettini-Parfait auf Kompott vom Südtiroler Alpapfel

Parfait

4 Eigelbe
1 Vanilleschote
75 g Zucker
100 g Amaretti-Kekse, grob zerdrückt
400 ml Sahne

Eigelbe mit dem Zucker in einer Rührschüssel im Wasserdampfbad cremig schlagen (bis auf 80 Grad erhitzen). Vanillemark und zerdrückte Amaretti- Kekse dazugeben und über dem Eisbad kalt rühren. Die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Die Masse in eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Form geben, glattstreichen und etwas anklopfen, damit sich die Masse schön in der Form verteilt. Mit der Folie verschließen und gefrieren lassen.

Kompott

4 Südtiroler Äpfel
200 ml Weißwein oder Apfelsaft
1 Zimtstange (optional)
1 Streifen Zitronenschale, etwas Zitronensaft
50 g brauner Zucker
1 TL Speisestärke

Wein oder Saft mit Zimtstange, Zitronenschale und Zucker dicklich einkochen lassen. In dieser Zeit den Apfel fein würfeln und mit etwas Zitronensaft mischen. Apfelwürfel mittig auf einen Teller geben, den eingekochten Saft darüber träufeln. Eine Parfait-Nocke auf das Kompott geben. Alles mit Amaretti-Brösel verzieren.

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Wein & Speise im Juli: Verdejo zum Paella-Salat. Olé!

Für Wein & Speise im Juli hat Elly ein feines Sommergericht ausgewählt, einen Paella-Salat, zu dem vorzüglich ein Verdejo passt. Elly richtet den Salat ganz bewusst mit Basmatireis an und nicht, wie sonst üblich, mit Rundkornreis. „Rundkornreis ist eher gedacht für die warme Küche, der Reis wird beim Kochen cremig-patschig-schlonzig,“, erklärt die Chefin von Elly’s Island, Schule für entspanntes Kochen in Gescher. „Basmatireis ist fester im Biss und eignet sich gut für einen kalten Salat“, so Elly. „Dazu kommt eine schwarze Oliven-Paste. Alles sehr lecker und leicht.“

Spaß mit Macabeo und Verdejo

Bei der Weinauswahl bietet dieser Salat viel Raum zum fröhlichen Ausprobieren. Da es sich um ein typisches spanisches Gericht handelt, empfehle ich gerne dazu auch spanische Weine. Es passt beispielsweise ein kräftiger Rosado aus dem Anbaugebiet Utiel-Requena. Hier kommt bevorzugt die autochthone Rebsorte Bobal ins Glas. Wer lieber Weißwein dazu trinken möchte, kann zu einem Macabeo greifen. Ein fruchtiger, eher säuremilder Wein, der schöne blumige Aromen entwickelt, wenn die Trauben länger reifen. Es passt auch ein kräftiger Verdejo aus dem Anbaugebiet Rueda, dessen Aromen an exotische Früchte und Noten von Fenchel und Anis erinnern. Beim Rotwein ist ein Monastrell mein Favorit, in Frankreich heißt diese Rebsorte Mourvèdre. Er überrascht mit Vielseitigkeit im Glas, mit Aromen von prall-reifen roten und  dunklen Früchten sowie würzigen Noten.

Paella-Salat mit Oliven-Creme

300 g Basmatireis lose
1 Töpfchen Safran
1 EL Kurkuma
1 Zimtstange
Salz und Pfeffer nach belieben
1 Zwiebel
Olivenöl
Meeresfrüchte gemischt
Kräuter
100 ml Rapsöl
½ TL Salz
In Öl eingelegte Tomaten
Weißwein
Schwarze Oliven ohne Stein
Eingelegte Paprikastreifen
1 handvoll gefrorene Erbsen

Weinbegleiter Ruhr bietet zu jeden Essen und Festmahl die perfekte passende Weinauswahl

Weinbegleiter Ruhr bietet zu jeden Essen und Festmahl die perfekte passende Weinauswahl

Reis mit der doppelten Menge Wasser, Kurkuma, Safran, Zimtstange und Salz gar kochen. Meeresfrüchte mundgerecht schneiden. 100 ml Rapsöl und 50 ml Olivenöl mit frischen Kräutern nach Wunsch und ½ TL Salz pürieren. Zwiebel, Meeresfrüchte sowie die Muscheln in einem Topf in dem selbstgemachten Öl anschwitzen und mit einem Schuss Weißwein löschen. Alles mit der Paprika unter den Reis mischen und mit fruchtigem Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Oliven-Creme
140 g schwarze Oliven
1 kleine Knoblauchzehe
2 Sardellenfilets
1 Stiel Thymian
3 El Olivenöl
½ TL Zitronenabrieb
Salz, Pfeffer

Oliven halbieren. Knoblauch fein hacken. Sardellenfilets abtropfen lassen. Thymianblätter von den Stielen streifen und fein hacken. Alles mit Olivenöl und Zitronenschale in einem Blitzhacker zu einer geschmeidigen Paste mixen. Salz und Pfeffer nach Geschmack zufügen.

Und nun ran an Töpfe, Flaschen und Gläser!

Hasch mich, ich bin der Frühling!

Der Frühling macht uns übermütig: Beim „Wein & Speise“-Tipp im Monat Mai kommt ein Bunsenbrenner zum Einsatz. Es dreht sich alles um ein besonderes Kraut: Waldmeister. Damit nicht genug: In diesem Monat ist Elly sowohl für Fest- als auch Flüssignahrung zuständig. Die Chefin von Elly’s Island, der Schule für entspanntes Kochen, reicht Kulinarisches, das nicht nur außergewöhnlich klingt: Tatar mit Parmesan-Brûlée. Dazu reicht Elly  ihre Maibowle „light“, die nicht nur verlockend aussieht: Das Rezept gibt’s hier exklusiv zum Ausprobieren.
Nur bei der Weinauswahl zur Maibowle habe ich mich ein bisschen eingemischt. Ellys Vorgabe: ein Grauer Burgunder. Und da ein Mixgetränk erst durch seine hochwertigen Zutaten zur Geltung kommt, habe ich mich für den Grauen Burgunder vom Löss vom Weingut Lisa Bunn aus Nierstein in Rheinhessen entschieden. Geprägt vom heißen Sommer 2018, zeigt er Kraft, konzentrierte, klare Frucht und einen starken Abgang. Er erinnert mich an reife gelbe Früchte, ein bisschen Exotik. Läuft! Mit 14 Volumenprozent Alkohol – zur Maibowle „light“…..

Verwelktes Kraut entfaltet Duft

Zurück zum Waldmeister, der im Frühling ganz groß rauskommt: Elly erklärt die Besonderheiten des Krauts: „Waldmeister hat eine sehr kurze Saison, er kann nur im Mai, vor der Blüte, geerntet werden. Er lässt sich leicht auf dem Balkon oder auf der Terrasse ziehen und mag es feucht und schattig.“ Der typische Waldmeisterduft entfaltet sich erst, wenn das Kraut welkt.“
Achtung! „Die Blüte ist giftig, sie enthält Cumarin, welches Kopfschmerzen und Schwindel auslöst.“

Hier die Rezepte für Speis‘ und Trank:

Maibowle „light“
1 Bund Waldmeister ohne Blüten
1 Flasche Grauer Burgunder vom Löss von Lisa Bunn aus Rheinhessen
1 Bio-Zitrone in Scheiben geschnitten
½ Flasche Tonic Water

Waldmeister waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und mit Küchengarn zusammenbinden. Wein mit den Zitronenscheiben und dem Kraut in einen Krug geben und durchziehen lassen. Bowle mit gekühltem Tonic-Water auffüllen und kühl servieren.
Wer die Bowle kräftiger mag, kann das Tonic-Water gegen einen Sekt oder Prosecco austauschen.
Es kommen nun auch die ersten frischen Beeren auf den Markt. Eine Maibowle hat nichts gegen leckere Him-, Erd- oder Brombeeren.

Dazu ein ungewöhnliches Rezept mit Waldmeister.

Tatar mit Parmesan-Brûlée
150 g Landbrot
100 g Feldsalat
1 Tl fein abgeriebene Zitronenschale
1 Tl getrockneter, fein geriebener Waldmeister
1 El Zitronensaft
2 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
Petersilie
500 g Tatar
2 El Nussöl
2 Schalotten
2 El Feigensenf
2 El weißer Balsamessig
2 bis 3 Spritzer Tabasco
30 g Parmesan (fein gerieben)

Das Brot in 12 sehr dünne Scheiben schneiden und auf einem Blech verteilen. Fenchel putzen, erst in dünne Scheiben schneiden, dann sehr fein würfeln. Mit Zitronenschale, Zitronensaft, 1 El Olivenöl, Salz und Pfeffer vermischen. Petersilie fein hacken und unterrühren. Backofengrill vorheizen. Tatar mit Haselnuss-Öl und dem Rest Olivenöl mischen. Schalotten, Waldmeister, Senf und Essig untermischen. Mit Salz, Pfeffer und Tabasco abschmecken. Brot unter dem Grill von beiden Seiten goldbraun rösten. Tatar auf Tellern anrichten. Mit Parmesan bestreuen und mit dem Bunsenbrenner überkrusten. Mit je zwei Brotchips, dem Rest Petersilie und Salatmischung anrichten.

Nun ran an Töpfe und Gläser!

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Wein & Speise: Ostern mal ganz orientalisch

Ostern 2019 – bei Wein & Speise im April verzichten wir auf Klassiker wie Lammbraten oder Gerichte mit Eiern. Dank Chefköchin Elly von Elly’s Island in Gescher wird’s orientalisch mit Gewürzen und Düften wie aus 1000 und einer Nacht. Mein Wunsch, nachdem wir es zuhause wochenlang mit einem hartnäckigen, Nestbau-willigen Taubenpaar auf dem heimischen Balkon zu tun hatten: ‚Elly, mach etwas mit Tauben!‘ Wunsch wird prompt erfüllt:  Es gibt Taube aus der Tajine. Dieses lustig aussehende Gerät kommt in der nordafrikanischen Küche wie in Tunesien zum Einsatz.

Wenn sie einem nicht gerade wie im Schlaraffenland gebraten in den Mund fliegen – wo kriegt man Täubchen – nicht nur zu Ostern – her? „Bei uns auf dem Land vom Taubenzüchter, die haben neben Brief- auch Masttauben. Manchmal bekommt man auch von Jägern schöne Wildtauben. Die sind ja nicht mit den Stadttauben vergleichbar. Die haben Taubenbrüste, die man kaum von einer Ente unterscheiden kann“, erklärt die Expertin.

Gewürztraminer
zur Taube orientalisch

Beim Wein könnte es natürlich ein Tropfen aus Tunesien sein, wo schon seit der Antike Wein hergestellt wird. Bei der Kombination, die Speisen einer Region mit den Weinen derselben zu vereinen, liegt man immer richtig. Tunesischen Wein hatte ich allerdings noch nicht im Glas.

Angesichts des wilden Federviehs, das mit hocharomatischen, teilweise scharfen, überbordenden Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer und Mangopulver zubereitet wird, wird auch beim Wein geklotzt und nicht gekleckert. Ich wähle einen Gewürztraminer, einen eher säuremilden Wein mit kraftvollem Körper und Würze. Die Bukettrebsorte betört mit Aromen von Litschi, Rose und Bitterorange. Meine erste Wahl ist Tramin und das gesamte Anbaugebiet Südtirol, wo er eher trocken ausgebaut in die Flasche kommt. Aber auch etwas Restsüße ist denkbar, die Säure, Schärfe und Würzigkeit im Essen ausgleicht. Da eignet sich zum Beispiel eine Spätlese aus Baden oder der Pfalz oder ein Vertreter aus osteuropäischen Ländern.
Das wird ein Spektakel auf dem Teller und im Glas!

Und hier das Rezept:

Taube in der Tajine

2 Mast-Tauben (nicht die vom Balkon)
1 reife Ochsenherztomate
100 ml Geflügelfond
1 EL getrocknete Cranberrys
2 Schalotten, geschält
1 Stangensellerie, geschält, grob geschnitten
1 Möhre, geschält, grob geschnitten
20 g Butter
1 EL frischer grüner Pfeffer
1 Schuss Weißwein
1 EL Geflügelbrühe
je ½ TL gemahlener Kreuzkümmel, Koriander, Mangopulver, Ingwerpulver und Ras el-Hanout, Kurkuma und Limonenpulver
1 EL Curry Masala
Tunesisches Olivenöl zum Braten
Meersalz, schwarzer Pfeffer

Weinbegleiter Ruhr bietet zu jeden Essen und Festmahl die perfekte passende Weinauswahl

Weinbegleiter Ruhr bietet zu jeden Essen und Festmahl die perfekte passende Weinauswahl

Tauben entbeinen, so, dass nur noch das Fleisch und die Haut bleibt. Salzen, pfeffern und in einer Pfanne in Olivenöl anbraten und zur Seite stellen.Sellerie, Tomate, Möhre, Schalotte schälen und würfeln. Ebenfalls kurz anschwitzen und mit dem Fond löschen. Mit den anderen Zutaten in einer Tajine mischen und mit Deckel bei 160 °C etwa 20 Minuten mit etwas Salz im Backofen schmoren.
Dann die Tauben mit der Hautseite nach oben zugeben und abgedeckt weitere 20 Minuten bei 180 °C schmoren. Wer keine Tajine hat, nimmt einen Bräter mit Deckel. Dazu kann Reis (Tipp: mit Safran und Zimtstange kochen) oder Bulglur gereicht werden.

Interessanter Artikel zum Weinbau in Tunesien: https://www.tunesieninformationen.de/kueche/wein/wein.htm

 

Wein & Speise: Den Frühling begrüßen mit Suppe und Wein

Der Frühling zieht ein bei Wein & Speise im Monat März. Elly, Chefin der Kochschule Elly’s Island in Gescher, serviert eine leichte Kartoffel-Schaumsuppe. Ohne Kelle! Das Süppchen wird mit einem ISI-Whip auf Teller oder in Tassen gesprüht, was dem Gericht im wahrsten Sinnen des Wortes eine Schaumkrone aufsetzt. Die Suppe bekommt dadurch eine schön fluffige Konsistenz. Frische Kräuter und essbare Blüten  sorgen für noch mehr Frühlings-Feeling.

Ich empfehle dazu Weine der Domaine La Colombette aus dem südfranzösischen Languedoc. Zum Beispiel den „Au Creux du nid“ 2018, ein komplexer, wunderbar frischer Weißwein. In der Nase zunächst eher verhalten, entwickeln sich schließlich Aromen, die an Zitrusnoten, Aprikose und ein wenig an exotische Früchte erinnern. Der Tropfen ist eine Cuvée aus Cabernet Blanc und der wenig charmant klingenden Cal 06-04. Es handelt sich um sogenannte pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWI), die resistent sind gegen Krankheiten wie Falscher und Echter Mehltau. Die Pugibets, Besitzer von La Colombette, sind auf PIWI spezialisiert. Aber nicht nur. Auch ihr Rosé Syrah, der in einem hellen Altrosa im Glas leuchtet, passt mit seiner frischen Frucht und zarten würzigen Noten zum Kartoffel-Süppchen im Frühling.

Wein aus Südfrankreich
zur Suppe mit Gänseblümchen

Überhaupt kann man bei diesem Gericht bei der Weinauswahl aus dem Vollen schöpfen: Auch ein Riesling macht sich hier gut, die Stärke in den Kartoffeln fängt die Säure im Wein charmant auf. Es könnte auch ein italienischer Fermentino sein oder ein fränkischer Silvaner. Je nach Vorlieben, passen zahlreiche Weißweine, die nicht im Holz ausgebaut sind.
Wer lieber zum Rotwein greift: Ein Beaujolais oder Portugieser sind meine leichte, erste Wahl.

Noch ein Tipp  von Elly:  Wer keinen ISI-Wip hat, muss jetzt nicht darben. Es geht auch ohne, wenn man die Suppe mit dem Milchaufschäumer aufschäumt.

Hier das Rezept:

Frühlings-Kartoffelsuppe

100 g Basilikum
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
75 g Butter
Meersalz und frischer Pfeffer nach Geschmack
½ l frische Hühnerbrühe
250 g Kartoffeln, grob gewürfelt
100 g Sahne
Bund frische Kräuter nach Geschmack
1 Tl Salz
100 ml feines Olivenöl
Frische, essbare Frühlingsblüten wie Hornveilchen, Apfel- und Birnenblüten, Schnittlauchblüten, Taubnesseln, Gänseblümchen

Hier gibt's jeden Monat Tipps zu Wein & Speise.

Hier gibt’s jeden Monat Tipps zu Wein & Speise.

Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln schälen und würfeln, in Butter glasig dünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. Brühe beifügen und 20 bis 25 Minuten köcheln lassen. Basilikum beigeben und kurz aufkochen. Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren, Sahne zugeben, nochmals aufkochen, durch ein feines Haarsieb passieren und in eine Siphonflasche (ISI-Wip) einfüllen und 2 NO2-Patronen dazu laden. Die Siphonflasche in heißem Wasser bis zum Gebrauch warmhalten.
Kräuter fein hacken und zusammen mit Salz und Öl in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab zu Kräuteröl pürieren.
Schaumsuppe in vorgewärmte Teller oder Tassen füllen. Die Blüten in dem Kräuteröl wenden und auf die Suppentassen verteilen.

Elly’s Tipps zur Wirkung der Blüten:
Taubnesseln: Die purpurfarbenen sind gut für Männer (Prostata), weiß für Frauen (Wechseljahre), gelb für Kinder (Konzentration).
Veilchen: Super gegen Erkältungen und als Sirup (in Zucker aufgekocht), im Sekt ein Genuss.
Gänseblümchen: Voll von Calzium, Magnesium, Vitamin A , sie haben 7 x soviel Vitamin C wie Salat, was allerdings auch keine Kunst ist.

Und nun ran an Töpfe und Gläser!

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