Das Auge trinkt mit – beim Wein des Monats

Das Auge trinkt mit, davon ist Sebastian Tenore überzeugt. Mit Leidenschaft arbeitet er bei der Veranstaltungs-Service GmbH „Alles klar!“ am Standort Mülheim, wo er lebt. Das Unternehmen ist auf die Vermietung von Partyzubehör spezialisiert. Und jedes Mal, wenn ich dort für Weinevents Gläser ausleihe, sind wir ganz schnell beim Thema Wein. Sebastian Tenore stellt seinen persönlichen Wein des Monats September vor – und fängt dabei den Spätsommer im Glas ein.

 Weinbegleiter Ruhr: Wie heißt Ihr derzeitiger Lieblingswein, woher stammt er?

Sebastian Tenore: Mein aktueller Lieblingswein stammt aus Spanien vom Weingut Marqués de Riscal, ein 2019er Verdejo aus dem Weinanbaugebiet Rueda.

Wann und bei welcher Gelegenheit haben Sie diesen Wein entdeckt?
Sebastian Tenore: Diesen Wein bekam ich von einem Bekannten, der im Weinhandel tätig ist. Als dieser im Handel gelistet wurde, habe ich eine Flasche zum Probieren bekommen.

Warum ist das Ihr Lieblingswein?
Sebastian Tenore: Weil er – ganz einfach – schmeckt. Ein toller Weißwein, der frisch ist, eine gewissen Fruchtigkeit hat und absolut in den Sommer passt. Man stelle sich das ganz klassisch vor: Ich sitze auf der Terrasse, die Sonne scheint, es ist ein schöner Tag und Wochenende. Man öffnet den Wein, schenkt sich ein Glas ein – perfekt! Im Herbst wechsle ich dann wieder mal, es geht dann eher in Richtung Rotwein.

„Wein ist für mich…“ Bitte ergänzen Sie den Satz mit 3 Begriffen/Erklärungen, die für Sie ganz wesentlich sind.
Sebastian Tenore: Genuss, Leidenschaft und eine Geschmacks-Explosion.

Wie sind Sie überhaupt auf den Wein gekommen?
Sebastian Tenore: Durch meine langjährige Tätigkeit in der Hotellerie ist Wein natürlich ein wesentlicher Bestandteil. Ich habe eine klassische Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht und habe in den Jahren danach die Karriere-Leiter immer ein Stückchen weiter erklommen. Daraus entstanden viele gute, teilweise bis heute bestehende Kontakte zu Zulieferern und Weinhändlern.

Worauf achten Sie bei der Weinauswahl? Was ist Ihnen wichtig?
Sebastian Tenore: Es hängt immer von den Anlässen ab. Wenn man zusammen ist, versuche ich immer einen Wein zu wählen, der möglichst allen schmeckt. Ich alleine bin dagegen sehr offen für neue Weine, Rebsorten usw. Er muss am Ende schmecken. Das ist für mich das Ziel. Es gibt ein paar Rebsorten die ich nicht so gerne mag, zum Beispiel Gewürztraminer.

Warum?
Sebastian Tenore: Ich bin wirklich offen für alle Weine der Welt, aber Gewürztraminer ist nicht mein Wein. Ich habe ihn zweimal probiert und er hat mir überhaupt nicht geschmeckt. Ich würde ihn beim Essen im Restaurant nie bestellen. Gleichwohl: Wenn ihn mir jemand zum Probieren reicht, würde ich nicht ablehnen. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Vielleicht finde ich ja noch einen, der mir mundet.

Das Auge trinkt mit….

Welche Rolle spielen Weingläser für Sie privat?
Sebastian Tenore: Eine sehr große. Ich habe jetzt nicht für jeden Wein ein extra Glas, aber 6 schöne Universalgläser, dann noch Burgunder-Gläser und Champagner-Gläser. Ein schönes Weinglas gehört dazu. Das Auge trinkt mit, absolut. Ich würde nie, nie, nie einen Wein aus einem Wasserglas trinken.
Ein Aspekt bei meiner Arbeit bei „Alles klar!“ ist ja eben auch, Kunden zu ermutigen, mal ein ganz anderes schönes Glas auszuleihen. Es geht also auch darum, etwas Schönes und Passendes zu vermitteln. Emotionen wecken, das ist die entscheidende Rolle dabei.

Mit wem trinken Sie am liebsten ein Glas Wein zusammen?
Sebastian Tenore: Am liebsten natürlich mit meiner Frau und meiner Familie, aber auch mit den besten Freunden, die den Sinn für Wein mit mir teilen.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Glas Wein zusammen trinken – und warum?
Sebastian Tenore: Wenn ich die Chance hätte, mit Uli Hoeneß. Ich bin bekennender FC Bayern-Fan und da war und ist Uli Hoeneß natürlich ein ganz zentraler Punkt. Er ist auch ein großer Genießer. In Fernseh-Dokumentationen erzählte er, dass er sich bei Auswärtsspielen abends ein schönes Glas Rioja gegönnt hat. Also entweder liebt man ihn oder man hasst ihn. Für mich ist er jedenfalls eine sehr beeindruckende Person. Ich würde ihn fragen, was sein Lebensantrieb war und ist.

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