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Wein & Speise mit herzhafter Torte. Das passt in diesem Monat nicht nur optisch zum Karneval. Elly, Chefköchin von Elly’s Island in Gescher, hat ganz keck ein Rezept nicht nur für Jecken auf der Kuchengabel: Stockholmer Torte! „Gut bei Kater nach dem Karneval, aber auch so super lecker und herrlich wandelbar“, sagt Elly. Und noch dazu eine gute Gelegenheit zur stilvollen Resteverwertung. Da kann vieles, was der Kühlschrank noch so hergibt, verarbeitet werden. Auf der kunterbunten Torte finden sich unter anderem Räucherforelle, Schinken und Räucherlachs vereint.

Prickelndes zum Räucherfisch

Spontan fällt mir zuerst ein prickelndes Getränk als Begleiter ein, zum Beispiel ein hochwertiger Prosecco aus der Ursprungsregion Venetien (Valdobbiadene/Conegliano) oder ein Winzersekt (brut) aus einem deutschen Anbaugebiet. Die Leichtigkeit und Frucht der Spaßmacher im Glas bilden einen schönen Kontrast zu den herzhaften, kraftvollen Aromen des Fisches.
Wer eher zu etwas Gehaltvollem aus der Flasche ohne Perlage neigt, trifft zum Beispiel mit einem Grauburgunder aus Baden oder dem Elsass eine sehr gute Wahl. Auch ein im Barrique gereifter Chardonnay aus Burgund oder Washington State ist nicht von der Hand zu weisen – dicht, komplex und satt passt das prima zu den Räuchernoten des Fisches.

Da bei der Stockholmer Torte auch Fenchel im Spiel ist, mische ich mich ausnahmsweise mal in Elly’s Rezept ein. Ich rate zu sparsamer Verwendung. Fenchel enthält Bitterstoffe, die sich im Zusammenspiel mit Wein unangenehm verstärken und den Fruchtaromen des Getränks arg zu schaffen machen können. Hier ist weniger tatsächlich mehr.

Das Rezept für die jecke Torte:

Stockholmer Torte
300 g Mehl
20 g frische Hefe
1 Tl Zucker
Salz, Pfeffer
250 g Salatcreme
250 g Joghurt
100 g Sahne-Meerrettich
200 g Räucherforelle
200 g gekochter Schinken in dünnen Scheiben
3 El gemischte Kräuter (glatte Petersilie, Dill, Schnittlauch)
2 hart gekochte Eier
1 Fenchelknolle
100 g Kirschtomaten
Räucherlachs
Kaviar (es darf auch falscher sein)
Schnittlauchhalme zum Garnieren

Mehl in eine Schüssel geben und Hefe hinein bröseln. 150 ml lauwarmes Wasser zugeben, Zucker einrieseln und 1 EL Salz unterrühren. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. Teig nochmals durchkneten und zu einem flachen Rad von etwa 24 cm Durchmesser formen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Umluft auf mittlerer Schiene etwa 40 Minuten backen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Weinbegleiter Ruhr bietet zu jeden Essen und Festmahl die perfekte passende Weinauswahl

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Salatcreme, Joghurt, Meerrettich verrühren, salzen, pfeffern. Forelle in Stücke zerteilen. 150 g Schinken in Streifen schneiden. Creme-Mix dritteln. 1 Drittel mit Forellenstücken, das 2. Drittel mit Schinken und Kräutern verrühren. Den dritten Teil pur lassen.

Das Brot zweimal waagerecht durchschneiden. Unteren Teil auf eine Platte legen mit Forellenmix bestreichen und 2. Platte aufsetzen, mit Schinkencreme bestreichen. Die ganze Torte mit der puren Creme einstreichen.

Eier pellen und in Scheiben schneiden, Fenchel in dünne Scheiben hobeln, Tomaten halbieren. Die Lachsscheiben zu Röschen drehen. Die Torte mit Fenchel, Eier, Tomaten, Schinken, Lachs, Kaviar und Schnittlauch wie eine Torte verzieren.

Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wie auf dem Bild, kann man auch essbare Blüten verwenden, zur Spargelzeit wunderbar grünen Spargel. Nur der Fisch, der bleibt!

Und nun ran an Töpfe und Gläser! Helau!

Lust auf weitere Beratung zum Thema Wein & Speise? Nehmen Sie Kontakt zu mir auf für individuelle Wein-Empfehlungen. Ich freue mich!

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