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Wein und Speise: Diesem spannenden Thema widme ich eine neue Rubrik. Ab jetzt wird jeden Monat eine perfekte Kombination vorgestellt. Dafür legt Elly Quadt von Elly’s Island hier im Weinblog an. Die Chefin der Schule für entspanntes Kochen serviert ein feines Rezept. Und ich reiche den passenden Wein dazu. Euer Gaumen wird frohlocken.

Los geht es in diesem Monat mit einem Kürbisgericht: Elly, mit der ich schon so manches Event in ihrer wunderbaren Kochschule in Gescher gewuppt habe, meint: „Kürbissüppchen kann ja jeder.“ Sie hat sich etwas Besonderes ausgedacht in Sachen Wein und Speise.

Rinderpraline auf lauwarmem Kürbiswürfel
Dazu passend im Glas: Chardonnay, Bacchus, Grauburgunder, Riesling (halbtrocken)

Das Rezept:

 Praline: 
1 Laugenstange
Schuss Milch
6 zerdrückte Wacholderkörner
1 Lorbeerblatt
6 Pfefferkörner
500 g Rinderhack
2 Eier, Salz, Pfeffer
200 g Kürbiskerne
Fett zum Braten

Kürbis
3 Schalotten
2 EL Aprikosenmarmelade
1 EL brauner Zucker
80 ml Weißweinessig
200 ml Weißwein
700 ml Brühe
1 Zimtstange
2 Nelken
50 g durchw. Speck
Salz, Pfeffer
Petersilie
1 Muskatkürbis
Kürbiskernöl
Parmesan am Stück

Auf dem Teller: Wein und Speise 1

Kürbispraline.

Kochkünstlerin Elly. Foto: Jürgen Ebbing Rippelmarken

Salz von den Laugenstangen entfernen und grob schneiden. Milch mit den Gewürzen erwärmen, 10 Min. ziehen lassen und durch ein Sieb auf die Laugen gießen, kurz quellen lassen. Hack, Eier, Salz und Pfeffer zugeben, gut vermengen und zu Bällchen formen. Kürbiskerne grob hacken und die Bällchen darin wenden und gut andrücken. In heißem fett schwimmend von allen Seiten anbraten, abtropfen und im Ofen bei 80 Grad Umluft 5 Min. fertig garen.

Kürbis mit Schale würfeln. Schalotten in Fett anschwitzen, Marmelade und Zucker zugeben und unterrühren karamellisieren, mit Essig und Weißwein löschen. Brühe, Gewürze, Speck und gewürfelten Kürbis zugeben, aufkochen und mit Salz abschmecken. Petersilie hacken. Kürbis mit Petersilie bestreuen, Praline in die Mitte setzen, Parmesan darüber hobeln und lauwarm servieren.

Im Glas: Wein und Speise 2

Wein-Empfehlung:
Der Muskatkürbis ist fruchtig im  Geschmack, leicht säuerlich und zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch eine feine Muskatnote aus. Dennoch würde ich hier nicht zum Müller-Thurgau greifen, der über eine leichte Muskatnote verfügt, und auch nicht zu anderen eher leichten Weißweinen. Kräftiges Hack und Speck sowie die intensiven Gewürze Lorbeerblatt, Zimt und Nelke brauchen einen ebenbürtigen Partner: einen kräftigen Chardonnay aus Burgund oder aus der Pfalz, oder einen Grauburgunder. Wie wäre es einmal mit einem extraktreichen Bacchus aus Franken – in Prädikatswein-Qualität mit schöner Restsüße und feinem Muskatton, der den Kürbis umgarnt.
Zum Schluss ein Tipp für die Rotwein-Fraktion, die keine Weißen mag: Spätburgunder, nicht im Barrique ausgebaut; samtiger Zweigelt oder ein junger, fruchtbetonter Dornfelder.

Und nun ran an Töpfe und Flaschen!

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