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Die Pfalz: Bei diesem Thema kommt Pia Hopp wie auf Knopfdruck ins Schwärmen. Zwar lebt sie seit über 20 Jahren am Niederrhein, jedoch ist die gebürtige Pfälzerin ihrer alten Heimat bis heute treu verbunden. Mit einer Geschäftspartnerin betreibt die Expertin für Marketing und Vertrieb eine Agentur in Dinslaken. Ist das Tagwerk vollbracht, darf es gerne ein Gläschen Wein sein. Am liebsten aus der Pfalz… Pia Hopp zieht den Korken für den „Wein des Monats“ November.

Weinbegleiter Ruhr: Wie heißt Ihr derzeitiger Lieblingswein?
Pia Hopp: Das ist ein Weißburgunder. Immer noch ein Weißwein, obwohl man ja im Herbst und Winter gerne einen Rotwein trinkt. Aber ich stehe im Moment auf Weißwein. Schön gekühlt und frisch aus dem Kühlschrank, dann ist das super.

Welcher Weißburgunder macht Sie derzeit glücklich?
Pia Hopp: Er kommt aus der Pfalz vom Weingut Schubar in Weisenheim am Sand.

Bei welcher Gelegenheit haben Sie diesen Wein entdeckt?
Pia Hopp: Vor vielen Jahren sind wir bei einer Wanderung durch Zufall auf dieses Weingut gestoßen. Das ist ein kleines Weingut, die machen gute Weine und seither beziehen wir dort unseren Wein. Früher kauften wir Grauburgunder, seit dem vergangenen Jahr hat der Winzer Weißburgunder neu im Programm.

Was gefällt Ihnen besonders an diesem Weißburgunder?
Pia Hopp: Er fühlt sich leicht an, er ist erfrischend, wenn er schön kühl aus dem Kühlschrank kommt, und er ist fruchtig. Diese Mischung gefällt mir sehr. Kann man gut einfach so trinken und er passt auch perfekt zum Essen.

Wie sind Sie auf den Wein gekommen?
Pia Hopp: Wir besuchen wenigstens einmal im Jahr dieses Weingut in der Pfalz. Meistens im Herbst, um zu erfahren, was es Neues gibt. Dann probieren wir durch. Der Winzer ist sehr kommunikativ, nimmt sich Zeit und erklärt uns alles sehr genau: wie das Jahr klimatisch verlaufen ist, welchen Einfluss die Böden haben. Es ist spannend, wie viele Faktoren die Qualität eines Weines beeinflussen. Und es gibt immer wieder Neues zu entdecken, das ist ganz toll.

Sie stammen aus der Pfalz….
Pia Hopp: …ja. Zwar nicht aus dem Teil der Pfalz, in dem Wein angebaut wird. Aber meine ganzen Verwandten wohnen in Landau und Umgebung. Und daher hatte ich schon früh und ganz selbstverständlich eine Affinität zum Wein.

Sie leben und arbeiten seit vielen Jahren am Niederrhein…
Pia Hopp: …seit 1997. Wir wohnen in Voerde.

Die Verbindung zur alten Heimat und die Liebe zum Wein sind offensichtlich geblieben.
Pia Hopp: Das hat sich eher verstärkt. Vielleicht hat das etwas mit dem Alter zu tun, ich weiß es nicht. Meine Heimatverbundenheit ist auf jeden Fall größer geworden. Ich finde, dass es gerade in der Pfalz durch die junge Generation der Winzer wirklich tolle Weine gibt. Das war vor 30 Jahren noch ganz anders. Die jungen Winzer strengen sich richtig an, machen tolle Weine. Zum Beispiel aus der Rebsorte Auxerroir. Der liegt auch bei mir zuhause im Weinregal. Und die Pfalz, ob landschaftlich oder kulturell, ist einfach schön.

Wie schätzt die gebürtige Pfälzerin die hiesige Weinszene ein?
Pia Hopp: Es gibt hier viele schöne Möglichkeiten, um Wein zu genießen. Zum Beispiel hat Wesel ein ganz tolles Weinfest, da ist auch immer ein Winzer aus der Pfalz dabei. Es gibt inzwischen auch zwei neue Weinlokale in Voerde. Mein Mann und ich gehen oft mit Freunden einfach auf einen Wein.

Sind Sie beim der Auswahl Ihrer Weine auf die Pfalz festgelegt?
Pia Hopp: Also ich probiere auch gerne andere Weine aus. Da bin ich offen. Es gibt zum Beispiel einmal im Jahr in Voerde eine Veranstaltung, bei der Winzer von südafrikanischen Weingütern ihre Weine vorstellen. Da bin ich neugierig und probiere gerne. Die sind mir allerdings etwas zu teuer. Und dann bin ich doch wieder heimatverbunden. Ich weiß einfach, dass von meinem Weingut gute Sachen kommen. Die schmecken uns.

Wenn Ihnen im Winter dann doch einmal der Sinn nach einem Rotwein steht, für welchen entscheiden Sie sich?
Pia Hopp: Der darf dann kräftiger sein. Da trinke ich gerne einen Merlot. Mit richtig schöner dunkler Farbe und kräftig im Geschmack. Und er muss weich über die Zunge kommen.

Frau Hopp, bitte vervollständigen Sie den Satz: Wein ist für mich….
Pia Hopp: …ein Zeichen von Lebensqualität. Also, sich einen guten Wein leisten zu können. Und für mich bedeutet Wein purer Genuss. Ich genieße Wein.

Wer kann besser genießen, die weiblichen Weintrinker oder die männlichen?
Pia Hopp: Die weiblichen.

Warum?
Pia Hopp: Ich persönlich glaube, dass Frauen sowieso besser genießen können als Männer. Also alles – ein gutes Essen, Urlaub, Landschaft, Sonne. Auch den Wein. Ein Mann hinterfragt den Wein mehr, und wir Frauen genießen ihn einfach.

 

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